• Martin Bürki

Marktanalyse - W22/2021

Bitcoins, steht der nächste Anstieg bevor? - Gold - Krisenwährung nach der Krise.


Die Woche an den Aktienmärkten war eine Wiederholung der letzten Wochen. Stabilisierung und Seitwärtsbewegung auf einem sehr hohen Level. Der deutsche Aktienindex DAX schiebt sich nochmals auf eine neues Allzeit-höchst aber in Amerika sind wir davon noch einiges Entfernt. Daher wenden wir uns in dieser Woche zwei andren Anlagen zu. Bitcoin und Gold.


Bitcoins, steht der nächste Anstieg bevor?


Die letzte grosse Rally in Bitcoins begann im letzten November als der Gründer von Tesla Elon Musk ankündigte, in Zukunft auch Bitcoins als Bezahlung für den Tesla zu akzeptieren. Gleichzeitig kündigte Paypal an, in Zukunft Bitcoins über ihr Bezahlsystem zu akzeptieren. Als interessante Info am Rande: Elon Musk war mal Mitinhaber, technischer Leiter und teils auch Mitgründer des Bezahldienstes PayPal (Wer hier jetzt Absprachen wittert, hat wohl recht, aber wird es nie beweisen können).


Dies führte dazu, dass der Bitcoin salonfähig wurde und einige Banken den Bitcoin in die Vermögensverwaltung integrierten. Die zusätzliche starke Nachfrage von Fonds und ETF nach Bitcoins liess den Kurs weiter ansteigen:

Quelle: Citywire Puls


Aktuell geht der Kurs und auch die institutionelle Nachfrage nach unten und es fliesst Geld aus Bitcoins raus. Auslöser war wieder Elon Musk, der sich plötzlich bewusst war wie viel Energie der Bitcoin verschlingt und wie unökologisch er ist. Das war eigentlich schon letzten November bekannt, aber wohl nicht Elon Musk. Auch hier ein Schelm wer nun böse Absichten vermutet.


Die USA haben zudem angekündigt, keine weiteren Bitcoin ETF zulassen zu wollen und die Chinesische Regierung hat bekannt gegeben, dass Firmen keine Bitcoins als Zahlung akzeptieren dürfen. Dies dürfte den Appetit von institutionellen Anlegern in den nächsten Monaten dämpfen. Wir denken daher, dass der Boden im Bitcoin noch nicht erreicht ist und eine grosse Chance besteht, dass die Tiefst von 30'000 nochmals getestet werden.

Das grösste Problem für institutionelle Anleger ist nach wie vor die sehr hohe Volatilität:

Quelle: Citywire Puls


Die Volatilität ist um das 4-5 Fache höher als zum Beispiel bei Gold. Dazu kommt, dass in dem nicht regulierten Markt von Bitcoin, Personen wie Elon Musk frei nach Lust und Laune manipulieren können.


Gold - Krisenwährung nach der Krise


Gold war in der Vergangenheit ein Hort der Stabilität in Krisen und wird von vielen als Krisenwährung bezeichnet.

Quelle: Citywire Puls


Auf dem Chart erkennt man sehr gut die sogenannte negative Korrelation der Aktienmärkte (S&P 500 dem bekanntesten US-Aktienindex) mit dem Goldpreis. In Krisen der Aktienmärkte steigt der Goldpreis an.


Was den Goldpreis stabil macht ist die sich gut ergänzende Nachfrage von privaten Investoren und der Nachfrage der Industrie:

Wenn es der Wirtschaft schlecht geht und daher die Nachfrage der Industriefirmen nachlässt kaufen private Investoren zur Krisenabsicherung Gold. Gut zu sehen ist dies im Chart 2013 und 2020.


Der grosse Nachteil von Gold ist aber, dass er keine Verzinsung liefert. Daher ist der grösste Konkurrent von Gold, amerikanische Staatsanleihen.

Quelle: Yardeni Research


Die Grafik zeigt den Goldpreis (blau, linke Skala) und den Zins der 10-Jahres Inflationsgeschützen Staatsanleihen (rote, inverse Skale rechts). Es zeigt die fast perfekte negative Korrelation der beiden Anlagen. Wenn die Zinsen steigen, sinkt Gold und umgekehrt.


In der aktuellen Lage, in der sich die Börse auf die Nach-Covid Zeit einstellt und durch die Inflation eher höheren Zinsen, sehen wir aktuell nicht mehr allzu viel Spielraum für einen steigenden Goldpreis. Sollte sich die Covid-Situation aber mit neuen Mutationen oder 4. und 5. Wellen wider verstärken, sieht es natürlich anders aus.






Zusätzliche Bildquellen: Anfangsgrafik Designed by Freepik


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